Besinnung:

Liebe Gemeinde,

erinnern Sie sich noch an den Sommer des letzten Jahres? Die Badesaison begann im Mai und wollte kaum enden, Freibäder erreichten Besucherrekorde. Es wurde gegrillt, Gartenfeste gefeiert und Abend für Abend konnte man draußen sitzen. Herrlich, nicht wahr!? Oder doch nicht alles bestens? Wo blieben die Niederschläge - und wie ging es der Natur? Es war selten bereits ein Frühjahr so trocken und die Waldbrandgefahr so hoch wie im vergangenen Jahr. Im Sommer waren die Ackerböden mancherorts oft nur noch staubig, Bäche wurden zu Rinnsalen und selbst große Ströme wie der Rhein konnten kaum noch mit Frachtschiffen befahren werden.

Das kostbare Nass war absolute Mangelware. Und wie wird es in diesem Sommer sein?

Der Prophet Jesaja kannte bestimmt auch Trockenperioden und wusste wahrscheinlich noch viel mehr um die Existenzbedrohung durch ausbleibenden Regen in seiner Heimat. Aber ihm war auch klar, dass wir auf andere Art „Gutes von oben“ dringend brauchen. So finden wir in der Bibel folgende Aussage:

„Ihr Wolken am Himmel, lasst Gerechtigkeit herabströmen; und du, Erde, sauge sie auf und lass Heil und Gerechtigkeit hervorsprießen! Ich, der Herr, bewirke dies alles.“ (Jesaja 45, 8 / Hoffnung für alle)

Gerechtigkeit und Heil, aber auch noch viel mehr, haben wir dringend nötig: Wie wäre es mit Liebe, Wertschätzung, Geduld, Anteilnahme ...

Aber wenn wir genau lesen, stellen wir fest: Jesaja wünscht sich das nicht, sondern Gott, der Herr, bewirkt dies alles. Alles Gute kommt bereits von ihm! Gott beschenkt uns, er möchte, dass wir es annehmen, dass wir es „aufsaugen“ wie die trockene Erde es tut. Immer wieder dürfen wir uns daran freuen, wie beschenkt wir bereits sind. Und das nicht, weil wir so gut sind, sondern weil wir von Gott geschaffen sind und er uns bedingungslos liebt.

Und was möchte er noch? Wenn wir so viel Gutes von ihm empfangen, ist es dann nicht auch selbstverständlich, dass wir dieses weitergeben? Wir sollen Heil und Gerechtigkeit hervorsprießen lassen, so wie der Same auf dem Feld aufgeht. Was wären wir, wenn wir mit diesen Geschenken nicht verantwortungsvoll umgingen? Freuen wir uns, wie reich unser Leben ist und geben wir unsere Gaben und Begabungen großzügig an andere weiter. Vielleicht haben Sie Zeit darüber nachzudenken, wenn es das nächste Mal so richtig kräftig regnet ...

Eine wunderschöne Sommerzeit wünscht Ihnen

Britta Müller

Kirchengemeinderätin

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