Liebe Gemeinde!

Reisen verändert. Wenn Sie diese Zeilen lesen, steht der Sommerurlaub entweder noch bevor oder Sie haben ihn bereits wieder hinter sich. Doch auch wenn Sie zu Hause bleiben, in unserem schönen Landkreis Esslingen gibt es viele Gelegenheiten in Urlaubstimmung zu kommen.

Der Urlaub steht bei uns Deutschen seit Jahren hoch im Kurs. Allen Krisen zu Trotz. Man könnte fast den Eindruck gewinnen, der Urlaub wäre uns heilig.

Dass Menschen ihre vertraute Umgebung verlassen, ist so alt wie die Menschheit selber. In der Bibel sind viele Reisebewegungen beschrieben. Von einzelnen Personen, von Gruppen und sogar von einem ganzen Volk. Die für uns Christen wichtigsten Reisen waren die Missionsreisen des Apostel Paulus, der auf seinen vier großen Reisen nach einer seriösen Schätzung 16.547 Kilometer zurücklegte.

Für viele Menschen, die ihm damals begegneten, war es eine Begegnung, die ihr Leben veränderte. Es ist bemerkenswert, dass auch Paulus auf einer Reise eine Begegnung hatte, sie sein Leben von heute auf morgen radikal veränderte.

Wer in der ersten Juli-Woche im Gottesdienst war, erinnert sich sicher noch an die Predigt von Diakon Bernd Schwemm. Auch dort ging es um eine Reise. Ein Kämmerer aus Äthiopien wird nach einem Aufenthalt in Jerusalem, in dem er Gott näher kommen wollte, auf der Heimreise von Philippus getauft. Er

verließ seine Heimat als Suchender und kehrte als getaufter Christ zurück. Eine für ihn lebensverändernde Begegnung.

Wenn wir heute im Sommer unseren Heimatsort für eine Reise verlassen, suchen wir in erster Linie Erholung und Abwechslung, freuen uns auf Sonne, Strand und die Verpflegung am Buffet.

Ich kann mir vorstellen, dass am Ziel einer Reise noch etwas mehr wartet. Eine Begegnung mit einem Einheimischen, ein Gespräch über die Heimat und über den eigenen Glauben können Türöffner für Begegnungen sein.

Von Martin Buber stammt das Zitat „Alles wirkliche Leben ist Begegnung". Von einem unbekannten Autor der schöne Satz „Begegnungen, die die Seele berühren, hinterlassen Spuren, die nie ganz verwehen".

Das Schöne an solchen Begegnungen ist, man muss nichts dafür tun, sondern sich einfach nur mit offenen Herzen und Geist auf die Reise begeben. Ob diese in ferne Länder oder einfach nur an einen schönen Ort in der näheren Umgebung führt, spielt dabei keine Rolle.

Ich wünsche Ihnen eine erholsame Urlaubszeit und besondere Begegnungen. Mit Gott, mit anderen Menschen oder mit sich selber.

Ihr Kirchengemeinderat Peter Monadjemi

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