Besinnung:

Jetzt nach Ende des Sommers und am Anfang des bereits begonnenen Herbsts habe ich noch immer dieses Bild vor Augen – ein Bild aus unserem Urlaub.

In einem Weinberg im Piemont scheint die Sonne auf einen Weinstock, auf viele pralle, reife und süße Trauben, die eine reiche Ernte verheißen.

Als ich dort am Rand des Weinbergs unterwegs war und auf die benachbarten Hügel mit einer Vielzahl von Weinstöcken schaute, kamen mir Jesu Worte in den Sinn:

„Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und ich in ihm, der bringt viel Frucht; denn ohne mich könnt ihr nichts tun.“ (Johannes 15,5)

Ich dachte, das ist ein gutes Bild für unsere Gemeinde: jede und jeder einzelne von uns innerhalb einer großen Gemeinschaft – individuelle Frucht, die in ihrer Gesamtheit eine große Traube bildet – ein hoher Anspruch.

Gleichzeitig fiel mir aber auch auf, dass die Traube am Weinstock hängt, aus dem die Kraft zur Reife kommt – eine Klarstellung, die gleichzeitig Mut macht und tröstlich ist. Ich mache die Frucht nicht alleine, aber ich kann meinen Teil dazu beitragen. Ohne Verbindung zum Weinstock wird’s aber wohl nichts werden.

Was ist jetzt aber die Frucht? Beim Weinstock ist es klar: reife Trauben egal welcher Farbe und Größe, die einen guten Saft und die rich-

tige Qualität für einen guten Wein mitbringen. Bei uns kann es Liebe und Vertrauen sein, Verständnis für den anderen und die Bereitschaft zuzuhören – ganz individuell und persönlich. Gemeinsam mit anderen Menschen in der Gemeinde und auch außerhalb davon ergibt sich daraus ein größeres Bild: eine große Frucht, die wie eine pralle, reife Weintraube auffällt.

Traue ich mich, anderen zu sagen was meinen Glauben ausmacht? Dass ich Gott vertraue und mein Glaube davon lebt, dass Jesus mir die Kraft gibt, auf andere zuzugehen? Allein mit meiner eigenen Kraft komme ich da nicht sehr weit.

Mir wird dieses Bild, das Mut macht und gleichzeitig tröstet, noch eine Weile vor Augen sein. Jetzt im Herbst gibt es sicher auch gute Gelegenheiten, auf andere zuzugehen. Zeit für ein Gespräch mit jemandem zu haben, Jesu Liebe weiter zu geben.

Denken Sie doch an Jesu Mut machende Worte, wenn Sie das nächste Mal Weintrauben in der Hand halten oder gute Gespräche mit anderen führen – vielleicht ja bei einem Glas Traubensaft, Wein oder auch etwas anderem.

Gott segne Sie und lasse Sie zum Segen für andere werden.

Andreas Münzenmaier, Kirchengemeinderat

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