Besinnung:

„Stern über Bethlehem, zeig uns den Weg Führ uns zur Krippe hin, zeig wo sie steht, leuchte du uns voran, bis wir dort sind, Stern über Bethlehem, führ uns zum Kind.“
Ev. Gesangbuch (EG 540)

Liebe Gemeinde,
vielleicht kennen Sie dieses neuere Weihnachtslied von Alfred Hans Zoller aus unserem Kirchengesangbuch. Wie den Weisen aus dem Morgenland zeigt uns der Stern über Bethlehem in der ersten Strophe den Weg zur Krippe. Er leuchtet hell und klar erkennbar auf unserem Weg. Wir müssen nur die Augen nach oben richten und uns tatsächlich auf den Weg machen.

Die zweite Strophe beginnt damit, dass der Stern stehen bleibt. Auch wir sollen stehen bleiben, innehalten und uns von der Hektik des Alltags lösen. Wie oft schießen wir durch unseren vollen Terminplan und unseren Aktionismus über das Ziel hinaus. Wir drehen uns wie ein Hamster im Rad und haben keine Zeit mehr, um zur Ruhe zu kommen.

Das Wunder der Geburt Jesu ist nicht im Vorbeihasten zu erkennen. Und Gott möchte ja auch nicht, dass wir vorbeirennen. Er möchte uns einladen, zu bleiben.

Die dritte Strophe des Lieds beginnt mit „Stern über Bethlehem, wir sind am Ziel“. Mit der Geburt Jesu stellt Gott seine Beziehung zu uns neu auf. Die Geburt Jesu ist ein Neuanfang und gleichzeitig das Ziel. Hier, bei ihm, dürfen wir sein. Wir müssen uns nicht mehr abhängig machen von Äußerlichem. Unser Wert richtet sich nicht mehr nach unseren Leistungen. Gott hat sich zu uns auf den Weg gemacht und lädt uns ein, bei ihm zu bleiben. Er schenkt uns seine Liebe und gibt uns seine Zusage, nie mehr allein zu sein. Er löst, was uns niederhält und trägt da, wo wir nicht weiterkönnen. Das ist die wahrhaft frohmachende Botschaft. Doch diese Botschaft ist nicht dazu gedacht, um versteckt zu werden. Wie ein Brunnen, der sein Wasser von Schale zu Schale weitergibt, sollen auch wir diese Botschaft weitergeben. In der vierten Strophe des Lieds schickt uns der Stern über Bethlehem wieder zurück in unseren Alltag. Doch dieser Alltag ist nicht mehr der, der er vor der Begegnung an der Krippe war. Nun beleuchtet der helle Schein der Liebe Gottes unseren Weg. Der Weg wird deshalb nicht gerade werden. Weiterhin wird es bergauf und bergab gehen, werden wir im Kreis laufen oder die falsche Abzweigung nehmen. Wir werden auch weiterhin fallen, Schmerzen an Leib und Seele erfahren, aufstehen und schöne Stunden erleben. Seit der Begegnung mit dem Stern über Bethlehem müssen wir unseren Weg aber nicht mehr alleine machen. Gott ist mit uns.

Liebe Gemeinde, nehmen Sie diese frohe Botschaft über Weihnachten hinaus mit in das neue Jahr.

Ihr Kirchengemeinderat
Jürgen Sohn

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