Besinnung:

Im Frühjahr hatten wir in der Minikinderkirche „Gottes Schöpfung“ als Thema. Sieben Sonntage haben wir uns damit beschäftigt, wie Gott die Erde erschaffen hat. Dabei ist mir wieder neu bewusst geworden, dass Gott auch für das „Ausruhen“ einen Platz hat. Sein Werk, die Erschaffung der Erde, ist erst mit dem 7. Tag vollendet. An diesem macht Gott nichts. Keine weiteren Dinge werden auf der Erde geformt. Er räumt auch nicht noch das letzte bisschen auf von dem, was die Tage davor liegen geblieben ist. Gott ruht sich aus.

Ich stelle mir vor, dass Gott durch seine Schöpfung schlendert und genießt, was er sieht, hört, schmeckt, fühlt. Dass er die hohen Berge bestaunt, die gewaltigen Schluchten und reißenden Bäche. Die grünen Wiesen, sanften Täler und ruhig dahinfließende Flüsse und Seen. Dass er den Morgentau im Gras fühlt, den Duft des Waldes einatmet, das weiche Fell oder Gefieder von Tieren streichelt. Dass er köstliche Früchte und die Wärme der Sonne genießt.

Gott ruht aus und erst das vollendet seine Schöpfung: „Am siebenten Tag vollendete Gott sein Werk und ruhte von seiner Arbeit aus.“ (1. Mose 2,2)

Ich lerne daraus, dass ich immer wieder mit gutem Gewissen „nichts tun“ darf. Ich muss nicht immer beschäftigt sein – auch nicht für die Gemeinde. Ich darf mir Auszeiten nehmen, in der ich meine Umgebung genieße, Zeit mit Freunden verbringe, ein Buch lese, zu Gott komme. Solche kürzeren oder längeren Momente geben mir wieder Kraft und Freude für meine Aufgaben.

Oft meinen wir im Sommer, der Urlaub sei doch die ideale Auszeit. Und dann legen wir uns so viele Aktivitäten in diese freien Tage, dass wir vor lauter Aktivitäten keine Zeit für Erholung und „nichts tun“ haben. Haus oder Wohnung inklusive Garten werden auf Vordermann gebracht. Am Urlaubsort versuchen

wir, möglichst alle interessanten Aktivitäten in den paar Tagen zu absolvieren. Wir ziehen lieber von Sehenswürdigkeit zu Aussichtspunkt als uns Zeit für ein Buch zu nehmen. Das perfekte Foto soll doch den daheim Gebliebenen vermitteln, was für eine tolle, erholsame Zeit wir verbringen. Und vielleicht haben wir auch manchmal Respekt vor dem „nichts tun“. Wer weiß schon, welche Impulse wir bekommen, wenn wir unseren Gedanken freien Raum lassen?

Ich möchte mich immer wieder bewusst daran erinnern, dass es von Gott gewollt ist, auszuruhen. Ich muss nicht immer aktiv sein, sondern darf mir ohne schlechtes Gewissen Auszeiten nehmen.

Uns allen wünsche ich in diesem Sommer immer wieder größere und kleinere Auszeiten. Möge Gott sie nutzen, um uns neue Kraft und Freude für unsere Aufgaben zu schenken, unsere Beziehungen zu Familie und Freunden aufblühen zu lassen, oder uns näher zu ihm selbst zu bringen.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen einen gesegneten und erholsamen Sommer.

Stephanie Teich

Kirchengemeinderätin

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