Zusammenarbeit im Distrikt

Schon seit langer Zeit gibt es im Distrikt Hegensberg-Liebersbronn, Johanneskirche, Oberesslingen, Zell eine gute Zusammenarbeit zwischen den Pfarrern (bislang gibt es „nur“ männliche Pfarrstelleninhaber). In den letzten anderthalb Jahren hat sich diese Zusammenarbeit intensiviert und ausgeweitet. In moderierten Gesprächsrunden haben die Pfarrer und die gewählten Vorsitzenden der vier Kirchengemeinden erarbeitet, wie der Dienst der Pfarrer nach der Umsetzung des Pfarrplans und der Streichung der beiden Pfarrstellen Versöhnungskirche und Gartenstadt-Sirnau fortgeführt werden kann. In einer sehr guten Gesprächsatmosphäre konnten sich alle Beteiligte auf zukunftsweisende Ergebnisse verständigen, die von den vier Kirchengemeinderatsgremien jeweils bestätigt und beschlossen wurden. So wurden etwa ein Neuzuschnitt der Seelsorge-Bereiche und ein übergreifendes Gottesdienstmodell definiert. In den Gemeindebriefen wurde darüber berichtet. Allen war aber am Ende dieses Prozesses klar: Wir können nicht nur die Rahmenbedingungen für die Arbeit der Pfarrer und (vielleicht ja auch einmal:) Pfarrerinnen abstecken, wir wollen auch, dass die vier Kirchengemeinden enger zusammenrücken, damit der Distrikt auch spür- und erlebbar wird. Deshalb haben wir 2020 diesen Prozess fortgeführt.

Und dann kam – Corona... Durch die Notwendigkeit, immer wieder kurzfristig auf die immer wieder neuen Vorschriften und Verordnungen reagieren zu müssen, vor allem aber durch die Tatsache, dass in Zeiten der Pandemie ein spürbares Zusammenrücken unmöglich gemacht wird, stockte die geplante Fortsetzung unseres Prozesses. Nicht einmal eingeführte Formate wie die Ökumenische Bibelwoche konnten durchgeführt werden.

 

Mitte Juni nun haben sich die Pfarrer und die Vorsitzenden wieder getroffen – erstmalig wieder direkt (und auf Abstand). Dieses Treffen stand im Zeichen des Abschieds von Pfarrer Christof Herrmann, der im Juli die Johanneskirche in Richtung Ruhestand verlässt, und von Pfarrer Siegbert Ammann, der im Sommer von Hegensberg-Liebersbronn nach Affalterbach wechselt. Beide haben immer sehr kollegial und freundschaftlich den Distrikt-Gedanken vorangebracht; bleibt die Hoffnung, dass auch die jeweiligen NachfolgerInnen mitziehen.

Neben Corona werden nun freilich auch die Vakaturen die Fortsetzung des Prozesses erst einmal verlangsamen. Aber nicht aufhalten! Denn das Zusammen-Wachsen im Distrikt ist vor allem auch als eine Chance zu sehen: Als die Chance, auf einer breiteren Basis von den vielen im Distrikt offenliegenden und bislang vielleicht versteckten Gaben gemeinsam zu profitieren. Und so Kirche noch einmal anders und vielfältiger erleben zu können: Wohl nicht alles im eigenen Gemeindehaus, aber gar nicht weit jenseits des eigenen Kirchturms, sondern gleich in der Nachbarschaft, in den Gemeinden im Distrikt Hegensberg-Liebersbronn, Johanneskirche, Oberesslingen, Zell.

Pfarrer Stefan Cohnen

 

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